AWS CloudFormation
AWS CloudFormation ist der Infrastructure-as-Code-Dienst von AWS. Du beschreibst deine gesamte Infrastruktur in Vorlagen und CloudFormation erzeugt sie automatisch, reproduzierbar und nachvollziehbar.
Was ist AWS CloudFormation?
AWS CloudFormation ist der hauseigene Dienst für Infrastructure as Code (IaC). Statt Server, Netzwerke und Datenbanken manuell über die Weboberfläche von AWS anzulegen, beschreibst du die gesamte Infrastruktur in einer Vorlage – einer Textdatei im YAML- oder JSON-Format. CloudFormation liest diese Vorlage und erzeugt daraus automatisch alle beschriebenen Ressourcen.
Damit wird Infrastruktur zu Code: Sie lässt sich versionieren, in einer Code-Review prüfen und beliebig oft identisch erzeugen. Manuelles Anklicken – die häufigste Ursache für schwer auffindbare Konfigurationsunterschiede zwischen Umgebungen – entfällt.
Wie CloudFormation funktioniert
- Template: Die Vorlage beschreibt deklarativ den gewünschten Zielzustand der Infrastruktur.
- Stack: Eine konkrete Instanz einer Vorlage – alle daraus erzeugten Ressourcen werden als Einheit verwaltet.
- Change Set: Eine Vorschau, die vor jeder Änderung zeigt, was genau angelegt, geändert oder gelöscht würde.
- Drift Detection: Erkennt, wenn Ressourcen nachträglich von Hand verändert wurden und vom beschriebenen Zustand abweichen.
Vorteile von Infrastructure as Code
Der deklarative Ansatz von CloudFormation bringt mehrere handfeste Vorteile. Umgebungen wie Staging und Produktion lassen sich aus derselben Vorlage erzeugen und sind dadurch garantiert identisch aufgebaut. Jede Änderung an der Infrastruktur ist in der Versionshistorie nachvollziehbar. Und sollte eine ganze Umgebung verloren gehen, lässt sie sich aus der Vorlage in kurzer Zeit vollständig wiederherstellen. Schlägt eine Änderung fehl, kann CloudFormation den Stack automatisch in den vorherigen Zustand zurücksetzen.
CloudFormation und Terraform
CloudFormation ist auf AWS spezialisiert und tief integriert. Das ebenfalls weit verbreitete Terraform verfolgt denselben Infrastructure-as-Code-Ansatz, funktioniert aber anbieterübergreifend. Für reine AWS-Umgebungen ist CloudFormation eine naheliegende Wahl, in Multi-Cloud-Szenarien spielt Terraform seine Stärken aus. Beide Werkzeuge lösen dasselbe Grundproblem.
CloudFormation im Mittelstand
Sobald eine Infrastruktur über wenige Ressourcen hinauswächst, ist Infrastructure as Code die richtige Grundlage. CloudFormation verhindert, dass Wissen über die Umgebung nur in den Köpfen einzelner Personen existiert, und macht jede Änderung überprüfbar. Es ist damit zugleich ein wichtiger Baustein automatisierter CI/CD-Pipelines, in denen auch Infrastrukturänderungen kontrolliert ausgerollt werden.
Häufig gestellte Fragen zu AWS CloudFormation
CloudFormation selbst ist für AWS-eigene Ressourcen kostenlos. Du zahlst nur für die Infrastruktur, die damit erzeugt wird – also für EC2-Instances, Datenbanken oder Netzwerkkomponenten. Es entstehen keine zusätzlichen Gebühren für die Nutzung des Dienstes selbst.
Beide setzen Infrastructure as Code um. CloudFormation ist auf AWS spezialisiert und dort tief integriert. Terraform funktioniert anbieterübergreifend und eignet sich für Multi-Cloud-Umgebungen. Für reine AWS-Setups ist CloudFormation naheliegend, bei mehreren Anbietern Terraform.
Ein Change Set ist eine Vorschau auf eine geplante Infrastrukturänderung. Es zeigt vor der Ausführung genau, welche Ressourcen angelegt, geändert oder gelöscht würden. So lassen sich unbeabsichtigte Auswirkungen erkennen, bevor die Änderung tatsächlich wirksam wird.
CloudFormation kann einen Stack bei einem Fehler automatisch in den vorherigen, funktionierenden Zustand zurücksetzen (Rollback). Dadurch bleibt die Infrastruktur konsistent, statt in einem halb geänderten Zwischenzustand zu verharren.
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Kontakt aufnehmenZuletzt aktualisiert: Mai 2026