Cloud-Migration: Selbst machen oder Experten beauftragen?
Der Umzug in die Cloud ist eine der wichtigsten IT-Entscheidungen der nächsten Jahre. Aber lohnt es sich, das Projekt intern zu stemmen — oder spart ein externer Partner am Ende Zeit, Geld und Nerven? Ein ehrlicher Blick auf beide Wege.
Was eine Cloud-Migration wirklich bedeutet
Cloud-Migration klingt nach „Server umziehen". In Wirklichkeit steckt dahinter deutlich mehr: Anwendungsarchitektur überdenken, Netzwerke neu aufbauen, Sicherheitskonzepte anpassen, Compliance-Anforderungen erfüllen und das eigene Team auf neue Technologien schulen.
Ein einfaches Lift-and-Shift — also das 1:1-Verschieben bestehender Server — ist der simpelste Weg. Aber oft verschenkt man damit die Vorteile der Cloud: Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Automatisierung. Wer die Cloud richtig nutzen will, muss tiefer einsteigen.
Eigenregie vs. externer Partner — der Vergleich
| Kriterium | Eigenregie | Externer Partner |
|---|---|---|
| Zeitrahmen | 6–18 Monate — abhängig von Lernkurve und Teamgröße | 3–6 Monate — eingespieltes Team mit Erfahrungswerten |
| Risiko | Hoch — Learning by Doing bei kritischer Infrastruktur | Kalkuliert — bekannte Fallstricke werden vermieden |
| Know-how-Aufbau | Langsam und teuer — Weiterbildung, Zertifizierungen, Trial & Error | Sofort verfügbar — Expertise ab Tag 1 |
| Laufende Kosten | Team + Fehlentscheidungen + Opportunity Cost | Projektbasiert und planbar |
| Betrieb nach Migration | Eigenes Team muss dauerhaft bereitstehen | Übergabe an internes Team oder Managed Service |
| Kontrolle | Volle Kontrolle, aber auch volle Verantwortung | Geteilte Verantwortung mit klaren SLAs |
Die versteckten Kosten der Eigenregie
Der Stundensatz eines externen Partners ist höher — aber die Gesamtrechnung sieht oft anders aus, als man denkt.
Was Eigenregie wirklich kostet
- Lernkurve: 3–6 Monate Produktivitätsverlust, bis das Team Cloud-ready ist
- Fehlentscheidungen bei der Architektur, die erst Monate später auffallen
- Opportunity Cost — Ihr Team arbeitet an der Migration statt am Produkt
- Downtime-Risiko ohne Migrationserfahrung — jede Stunde Ausfall kostet
Was ein externer Partner kostet
- Höherer Stundensatz, aber deutlich kürzere Projektlaufzeit
- Weniger Fehler durch bewährte Migrationsmuster und Best Practices
- Wissenstransfer inklusive — Ihr Team lernt während des Projekts
- Planbare Kosten statt unvorhersehbarer Budgetüberschreitungen
Wann welcher Weg passt
Migration selbst machen
Passt, wenn Sie die Ressourcen und die Zeit haben — und Cloud-Know-how intern aufbauen wollen.
- IT ist Ihr Kerngeschäft
- Eigenes Cloud-Team bereits vorhanden
- Einfache Lift-and-Shift ohne Re-Architektur
- Kein Zeitdruck — flexible Timeline möglich
Experten beauftragen
Sinnvoll, wenn die Migration komplex ist, die Zeit drängt oder Cloud-Erfahrung im Team fehlt.
- Erste Cloud-Migration im Unternehmen
- Komplexe Anwendungslandschaft mit vielen Abhängigkeiten
- Zeitdruck durch Vertragsende oder Compliance-Deadlines
- Kein internes Cloud-Know-how vorhanden
Hybrid-Ansatz
Der goldene Mittelweg: Externe Expertise für die kritischen Phasen, internes Team lernt mit und übernimmt.
- Eigenes Team soll langfristig Cloud-Kompetenz aufbauen
- Partner für Architektur und kritische Migrationsphasen
- Wissenstransfer ist explizites Projektziel
Unser ehrliches Fazit
Eine Cloud-Migration in Eigenregie ist machbar — wenn Sie ein erfahrenes Cloud-Team haben, keine enge Deadline drängt und die Anwendungslandschaft überschaubar ist. In diesem Fall kann der interne Weg sinnvoll sein, weil Sie das Know-how langfristig im Haus behalten.
Für die erste Cloud-Migration oder bei komplexen Landschaften zahlt sich ein externer Partner fast immer aus. Nicht wegen des Stundensatzes — sondern weil die Fehler, die man sich spart, teurer wären als jede Beratung.
Bei devRocks verfolgen wir einen klaren Ansatz: Wir machen uns überflüssig. Unser Ziel ist es, Wissen zu transferieren statt Abhängigkeiten zu schaffen. Nach der Migration soll Ihr Team in der Lage sein, die Infrastruktur selbst zu betreiben — oder Sie entscheiden sich bewusst für Managed Services.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Cloud-Migration?
Das hängt stark von der Komplexität ab. Eine einfache Lift-and-Shift-Migration einzelner Workloads kann in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Eine vollständige Cloud-Native-Transformation mit Re-Architektur dauert typischerweise 6–18 Monate. Entscheidend sind Faktoren wie die Anzahl der Systeme, Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und die Verfügbarkeit von DevOps-Know-how im Team.
Was kostet eine Cloud-Migration?
Die Migrationskosten variieren stark je nach Umfang und Ansatz. Für eine grobe Orientierung: Eine einfache Migration mit wenigen Workloads beginnt bei 10.000–30.000 €. Komplexere Projekte mit Re-Architektur und mehreren Teams liegen bei 50.000–200.000 €+. Dazu kommen die laufenden Cloud-Betriebskosten, die langfristig aber oft niedriger sind als On-Premise.
Lift-and-Shift oder Cloud-Native — was ist besser?
Keins von beiden ist grundsätzlich besser — es hängt von Ihren Zielen ab. Lift-and-Shift ist schneller und günstiger in der Migration, bringt aber weniger Cloud-Vorteile. Cloud-Native erfordert mehr Umbau, ermöglicht aber Auto-Scaling, bessere Verfügbarkeit und niedrigere Betriebskosten. Viele Unternehmen starten mit Lift-and-Shift und modernisieren dann schrittweise.
Welche Risiken gibt es bei einer Cloud-Migration?
Die häufigsten Risiken sind Datenverlust während der Migration, ungeplante Ausfallzeiten, Kostenexplosionen durch falsch dimensionierte Cloud-Ressourcen und Sicherheitslücken durch Fehlkonfigurationen. Die meisten Risiken lassen sich durch eine gründliche Planung, eine Pilotphase und erfahrene Begleitung deutlich reduzieren.
Wann sollten wir einen externen Partner für die Migration einbeziehen?
Externe Unterstützung lohnt sich vor allem, wenn Ihr Team wenig Cloud-Erfahrung hat, geschäftskritische Systeme migriert werden oder die Migration unter Zeitdruck steht. Ein erfahrener Partner vermeidet typische Fehler, beschleunigt den Prozess und sorgt für eine saubere Architektur — statt teurer Nachbesserungen im laufenden Betrieb.
Cloud-Migration geplant?
In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Ausgangslage und klären, welcher Weg für Sie der richtige ist — ohne Verpflichtung.
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