AWS RDS Aurora: Wann sich der Umstieg von Standard-MySQL lohnt
Aurora verspricht bis zu 5x bessere Performance als Standard-MySQL. Aber wann lohnt sich der Aufpreis wirklich? Eine ehrliche Analyse aus unserer Projekterfahrung.
Aurora vs. Standard-RDS: Die Fakten
Amazon Aurora ist MySQL-kompatibel, verwendet aber eine komplett andere Storage-Architektur. Das Ergebnis: bessere Performance, höhere Verfügbarkeit — aber auch höhere Kosten.
Wann Aurora Sinn macht
- Hohe Verfügbarkeitsanforderungen: Aurora repliziert Daten automatisch über 3 Availability Zones mit einem Recovery Point von unter einer Sekunde.
- Leseintensive Workloads: Bis zu 15 Read Replicas mit minimaler Replikationsverzögerung — ideal für Reporting und Analytics neben dem operativen Betrieb.
- Variabler Traffic: Aurora Serverless v2 skaliert automatisch basierend auf der aktuellen Last — Sie zahlen nur für das, was Sie nutzen.
- Große Datenbanken: Aurora unterstützt bis zu 128 TB Storage, das automatisch in 10-GB-Inkrementen wächst.
Wann Standard-RDS reicht
- Kleine bis mittlere Anwendungen: Unter 100 GB Datenbankgröße und weniger als 10.000 Queries pro Sekunde.
- Budget-sensitive Projekte: Aurora kostet etwa 20-30% mehr als vergleichbare RDS-MySQL-Instanzen.
- Einfache Setups: Wenn Multi-AZ mit RDS bereits Ihre Verfügbarkeitsanforderungen erfüllt.
Unsere Erfahrung
In der Praxis empfehlen wir Aurora für alle Projekte, bei denen die Datenbank geschäftskritisch ist und Ausfallzeiten direkte Kosten verursachen. Für Entwicklungs- und Staging-Umgebungen setzen wir weiterhin auf Standard-RDS — die Kostenersparnis rechtfertigt den minimalen Performance-Unterschied.
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