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Cloud & Infrastructure 8 Min. Lesezeit

Reserved Instances vs. Savings Plans: Die richtige AWS-Reservierungsstrategie

30–50% sparen mit der richtigen Reservierung — aber welches Modell passt? Wir vergleichen Reserved Instances, Compute Savings Plans und EC2 Savings Plans.

devRocks Engineering · 20. März 2026 · Aktualisiert: 31. März 2026 ·
AWS FinOps Reserved Instances Savings Plans Cost Optimization
Reserved Instances vs. Savings Plans: Die richtige AWS-Reservierungsstrategie

On-Demand-Preise bei AWS zu zahlen ist wie jeden Tag den Tageshöchstpreis an der Tankstelle zu bezahlen. Reservierungen sind das Äquivalent eines Rahmenvertrags — und sparen 30–50% ohne Einschränkungen bei Performance oder Verfügbarkeit.

Die drei Reservierungsmodelle im Vergleich

Reserved Instances (RIs)

Das klassische Modell: Sie reservieren eine bestimmte Instanzfamilie in einer bestimmten Region für 1 oder 3 Jahre. Standard RIs bieten die höchste Ersparnis (bis zu 72% bei 3 Years All Upfront), sind aber an den gewählten Instanztyp gebunden.

Convertible RIs erlauben den Wechsel zu gleich- oder höherwertigen Instanztypen während der Laufzeit. Die Ersparnis ist etwas geringer (bis zu 66%), aber die Flexibilität deutlich höher.

  • Beste Wahl für: Stabile Workloads mit bekanntem Instanztyp (z.B. RDS-Datenbanken, dedizierte Applikationsserver).
  • Vorsicht bei: Workloads, die sich häufig ändern oder auf Graviton migriert werden sollen.

Compute Savings Plans

Das flexibelste Modell: Sie committen sich auf einen stündlichen Betrag (z.B. 10 USD/Stunde) über 1 oder 3 Jahre. Der Rabatt gilt automatisch für EC2, Fargate und Lambda — unabhängig von Instanzfamilie, Größe, Region oder Betriebssystem.

  • Beste Wahl für: Unternehmen mit gemischten Workloads, die Flexibilität bei der Instanzwahl brauchen.
  • Ersparnis: Bis zu 66% gegenüber On-Demand.

EC2 Instance Savings Plans

Ein Mittelweg: Committen auf eine bestimmte Instanzfamilie in einer Region, aber flexibel bei Größe und Betriebssystem. Bietet etwas mehr Ersparnis als Compute Savings Plans bei weniger Flexibilität.

  • Beste Wahl für: Teams, die ihre Instanzfamilie kennen (z.B. m6i), aber zwischen Größen wechseln möchten.
  • Ersparnis: Bis zu 72% gegenüber On-Demand.

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Unsere Empfehlung: Der Schichtansatz

In der Praxis kombinieren wir verschiedene Reservierungsmodelle:

  • Schicht 1 — RIs (40–50%): Für stabile Baseline-Workloads wie RDS, ElastiCache und dedizierte EC2-Instanzen, die sich selten ändern.
  • Schicht 2 — Savings Plans (20–30%): Für den variablen Anteil der Compute-Nutzung, der flexibel bleiben soll.
  • Schicht 3 — On-Demand + Spot (20–30%): Für Lastspitzen und Batch-Workloads.

Der richtige Zeitpunkt

Analysieren Sie mindestens 30 Tage Nutzungsdaten, bevor Sie reservieren. Der AWS Cost Explorer bietet unter Reservierungsempfehlungen eine solide Grundlage. Starten Sie konservativ mit 1-Year No Upfront — das minimiert das Risiko und liefert trotzdem 30–40% Ersparnis.

Wer seine Reservierungsstrategie jährlich überprüft und an veränderte Workloads anpasst, holt dauerhaft das Maximum aus seinem AWS-Budget.

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Häufig gestellte Fragen

Reserved Instances bieten kostengünstigere Preise, sparen bis zu 72% bei langfristigen Verpflichtungen. Sie sind ideal für stabile Workloads, die einen konstanten Instanztyp benötigen.
Für Unternehmen mit variablen Workloads sind Compute Savings Plans die beste Wahl, da sie Flexibilität bei der Instanzwahl bieten, während sie gleichzeitig bis zu 66% Ersparnis ermöglichen.
Eine fundierte Analyse der Nutzungsdaten über mindestens 30 Tage ist entscheidend. Der AWS Cost Explorer bietet hilfreiche Reservierungsempfehlungen, die als Basis für Ihre Entscheidungen dienen können.
Convertible RIs ermöglichen den Wechsel zu gleich- oder höherwertigen Instanztypen während der Laufzeit, bieten jedoch eine geringere Ersparnis von bis zu 66%. Standard RIs bieten eine höhere Ersparnis bis zu 72%, sind aber an den gewählten Instanztyp gebunden.
Es wird empfohlen, die Reservierungsstrategie jährlich zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie an veränderte Workloads angepasst wird. So können Sie langfristig das Maximum aus Ihrem AWS-Budget herausholen.

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