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Amazon CloudWatch

Amazon CloudWatch ist der Monitoring-Dienst von AWS. Er sammelt Metriken, Logs und Ereignisse, stellt sie in Dashboards dar und löst bei Schwellwertüberschreitungen Alarme aus.

Was ist Amazon CloudWatch?

Amazon CloudWatch ist der zentrale Monitoring- und Observability-Dienst von AWS. Er beantwortet die entscheidende Frage des laufenden Betriebs: Funktioniert meine Infrastruktur gerade so, wie sie soll? Dazu sammelt CloudWatch kontinuierlich Messwerte, Protokolle und Ereignisse aus nahezu allen AWS-Diensten und macht sie auswertbar.

Ohne Monitoring betreibt man eine Anwendung im Blindflug: Probleme fallen erst auf, wenn Nutzer sich beschweren. CloudWatch sorgt dafür, dass Auffälligkeiten früh sichtbar werden – idealerweise, bevor sie zu einer Störung werden.

Die Bausteine von CloudWatch

  • Metriken: Messwerte wie CPU-Auslastung, Speicherverbrauch oder Anzahl der Anfragen über die Zeit.
  • Logs: Zentrale Sammlung der Protokollausgaben von Anwendungen und Diensten.
  • Alarme: Benachrichtigungen, die ausgelöst werden, wenn ein Messwert einen Schwellwert über- oder unterschreitet.
  • Dashboards: Frei gestaltbare Übersichten, die die wichtigsten Werte auf einen Blick zeigen.

Von Metriken zu Alarmen

Der eigentliche Wert von CloudWatch entsteht durch Alarme. Ein Alarm überwacht eine Metrik und reagiert automatisch, sobald sie einen definierten Bereich verlässt – etwa wenn die CPU-Auslastung über längere Zeit sehr hoch ist oder die Fehlerrate ansteigt. Ein Alarm kann das Team benachrichtigen, aber auch eine automatische Reaktion auslösen, beispielsweise das Hinzufügen weiterer Server über Auto Scaling.

Logs gezielt auswerten

CloudWatch sammelt nicht nur Protokolle, sondern macht sie auch durchsuchbar. Mit CloudWatch Logs Insights lassen sich große Logmengen mit Abfragen analysieren – etwa, um die Ursache eines Fehlers zu finden oder ungewöhnliche Muster zu erkennen. Damit die Speicherkosten nicht unbemerkt wachsen, sollten Aufbewahrungsfristen für Logs bewusst gesetzt werden.

CloudWatch im Mittelstand

Monitoring ist keine Kür, sondern Voraussetzung für einen verlässlichen Betrieb. CloudWatch ist der naheliegende Einstieg, weil es ohne zusätzliche Software direkt mit allen AWS-Diensten zusammenarbeitet. Wichtig ist, sich auf wenige aussagekräftige Alarme zu konzentrieren: Eine Flut von Benachrichtigungen führt schnell dazu, dass auch wichtige Warnungen übersehen werden. Für tiefergehende Observability über mehrere Systeme hinweg lässt sich CloudWatch mit Werkzeugen wie Prometheus und Grafana kombinieren.

Häufig gestellte Fragen zu Amazon CloudWatch

CloudWatch berechnet Metriken, Alarme, ins System eingespeiste Logs und Dashboards einzeln. Ein dauerhaftes Gratiskontingent deckt grundlegendes Monitoring ab. Für mittelständische Setups liegen die Kosten meist im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobereich pro Monat – Logs sind dabei der größte Kostenfaktor.

Metriken sind numerische Messwerte über die Zeit, etwa die CPU-Auslastung. Logs sind die textuellen Protokollausgaben von Anwendungen und Diensten. Metriken zeigen, dass etwas nicht stimmt, Logs helfen herauszufinden, warum.

Konzentriere dich auf wenige, aussagekräftige Alarme, die echten Handlungsbedarf signalisieren. Zu viele oder zu empfindlich eingestellte Alarme führen dazu, dass Benachrichtigungen ignoriert werden – und dann auch die wichtigen untergehen.

Für viele mittelständische Setups ist CloudWatch ein solider Einstieg. Bei verteilten Systemen mit vielen Diensten ergänzen Teams es häufig um spezialisierte Werkzeuge wie Prometheus, Grafana oder verteiltes Tracing, um Zusammenhänge über Systemgrenzen hinweg sichtbar zu machen.

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2026