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Amazon Aurora

Amazon Aurora ist eine von AWS entwickelte relationale Datenbank-Engine, kompatibel mit MySQL und PostgreSQL. Sie kombiniert die Vertrautheit dieser Engines mit höherer Leistung und einer cloud-optimierten Speicherarchitektur.

Was ist Amazon Aurora?

Amazon Aurora ist eine relationale Datenbank-Engine, die AWS speziell für den Cloud-Betrieb entwickelt hat. Sie ist vollständig kompatibel mit MySQL und PostgreSQL – bestehende Anwendungen, Treiber und Werkzeuge funktionieren ohne Anpassung. Der Unterschied liegt unter der Haube: Aurora trennt Rechenleistung und Speicher und nutzt eine verteilte, selbstheilende Speicherschicht.

Diese Architektur sorgt für deutlich höhere Leistung als klassische Engines auf vergleichbarer Hardware und für eine Verfügbarkeit, die einzelne Hardware-Ausfälle ohne spürbare Auswirkung übersteht. Aurora wird als Teil von Amazon RDS bereitgestellt und teilt dessen Bedienkonzept.

Wie sich Aurora von Standard-RDS unterscheidet

  • Verteilter Speicher: Daten werden automatisch sechsfach über drei Availability Zones repliziert – ohne Konfigurationsaufwand.
  • Schnelles Failover: Bei einem Ausfall übernimmt ein Replikat in der Regel innerhalb weniger Sekunden.
  • Mitwachsender Speicher: Der Speicher wächst automatisch mit den Daten, eine manuelle Größenplanung entfällt.
  • Lese-Replikate: Bis zu 15 Replikate verteilen die Leselast und teilen sich denselben Speicher wie die Primärinstanz.

Aurora Serverless

Mit Aurora Serverless skaliert die Datenbank automatisch mit der tatsächlichen Last – die Kapazität wächst bei Spitzen und schrumpft in ruhigen Phasen. Für Anwendungen mit unregelmäßiger oder schwer vorhersehbarer Auslastung kann das wirtschaftlicher sein als eine fest dimensionierte Instanz, weil keine Kapazität auf Vorrat bezahlt wird.

Wann lohnt sich Aurora?

Aurora lohnt sich, wenn eine Anwendung an die Leistungsgrenzen von Standard-RDS stößt, wenn besonders kurze Ausfallzeiten gefordert sind oder wenn viele Lesezugriffe über Replikate verteilt werden müssen. Für kleinere Anwendungen mit überschaubarer Last ist Standard-RDS mit PostgreSQL oder MySQL meist die kostengünstigere und völlig ausreichende Lösung.

Aurora im Mittelstand

Für mittelständische Unternehmen ist Aurora interessant, sobald die Datenbank geschäftskritisch wird – etwa hinter einem Webshop oder einem Kundenportal mit hoher Zugriffslast. Die schnelle Wiederherstellung und die einfache Skalierung von Lesezugriffen rechtfertigen dann den höheren Preis gegenüber Standard-RDS. Weil Aurora MySQL- und PostgreSQL-kompatibel ist, bleibt ein späterer Wechsel zwischen den Varianten ohne Anwendungsumbau möglich.

Häufig gestellte Fragen zu Amazon Aurora

Aurora ist etwas teurer als Standard-RDS. Eine kleine Aurora-Instanz beginnt in Frankfurt bei rund 80–150 USD pro Monat, hinzu kommen Speicher- und I/O-Kosten. Aurora Serverless rechnet nach genutzter Kapazität ab und kann bei schwankender Last günstiger sein.

Ja. Aurora bietet eine MySQL-kompatible und eine PostgreSQL-kompatible Variante. Bestehende Anwendungen, Datenbanktreiber und Werkzeuge funktionieren in der Regel ohne Anpassung – Aurora verhält sich nach außen wie die jeweilige Standard-Engine.

Aurora ist eine spezielle Engine innerhalb von RDS mit cloud-optimierter Speicherarchitektur. Sie bietet höhere Leistung, schnelleres Failover, automatisch mitwachsenden Speicher und mehr Lese-Replikate. Standard-RDS mit PostgreSQL oder MySQL ist einfacher und günstiger, aber weniger leistungsfähig.

Aurora Serverless ist eine Betriebsart, bei der die Datenbankkapazität automatisch an die aktuelle Last angepasst wird. Sie eignet sich für Anwendungen mit unregelmäßiger oder schwer vorhersehbarer Auslastung, da keine feste Kapazität auf Vorrat bezahlt werden muss.

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2026