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Amazon DynamoDB

Amazon DynamoDB ist eine vollständig verwaltete NoSQL-Datenbank. Sie liefert konstant niedrige Antwortzeiten bei nahezu beliebigem Datenvolumen und skaliert automatisch mit der Last.

Was ist Amazon DynamoDB?

Amazon DynamoDB ist die verwaltete NoSQL-Datenbank von AWS. Im Gegensatz zu relationalen Datenbanken organisiert DynamoDB Daten nicht in Tabellen mit festen Beziehungen, sondern als flexible Schlüssel-Wert- und Dokumentstrukturen. Das macht sie besonders schnell und einfach skalierbar – um den Preis, dass komplexe Abfragen über mehrere Tabellen hinweg nicht so ausgedrückt werden können wie in SQL.

DynamoDB ist darauf ausgelegt, bei jeder Datenmenge konstant niedrige Antwortzeiten im einstelligen Millisekundenbereich zu liefern. Ob eine Tabelle tausend oder eine Milliarde Einträge enthält, ändert an der Zugriffsgeschwindigkeit nichts.

Wann passt eine NoSQL-Datenbank?

DynamoDB spielt seine Stärken in bestimmten Szenarien aus:

  • Hohe, schwankende Last: Anwendungen mit unvorhersehbaren Lastspitzen, etwa bei Kampagnen oder Events.
  • Einfache Zugriffsmuster: Daten werden überwiegend über einen klaren Schlüssel gelesen und geschrieben.
  • Sehr große Datenmengen: Tabellen, die über die Grenzen einer einzelnen relationalen Datenbank hinauswachsen.
  • Serverless-Architekturen: In Kombination mit AWS Lambda entsteht ein Backend ganz ohne verwaltete Server.

Für Anwendungen mit komplexen, sich häufig ändernden Abfragen über viele verknüpfte Entitäten ist hingegen eine relationale Datenbank wie Amazon RDS meist die bessere Wahl.

Kapazität und Skalierung

DynamoDB bietet zwei Abrechnungsmodi. Im On-Demand-Modus skaliert die Datenbank vollautomatisch und du zahlst pro tatsächlicher Anfrage – ideal bei unbekannter oder stark schwankender Last. Im Provisioned-Modus legst du eine erwartete Kapazität fest, was bei gleichmäßiger, planbarer Last kostengünstiger ist. Ein Wechsel zwischen den Modi ist jederzeit möglich.

Verfügbarkeit und Datenschutz

DynamoDB repliziert Daten automatisch über mehrere Availability Zones und ist damit von Haus aus hochverfügbar. Daten werden im Ruhezustand verschlüsselt. In einer EU-Region betrieben, lässt sich DynamoDB DSGVO-konform einsetzen. Mit Global Tables können Daten zusätzlich über mehrere Regionen hinweg repliziert werden.

DynamoDB im Mittelstand

DynamoDB ist kein genereller Ersatz für relationale Datenbanken, sondern ein gezieltes Werkzeug. Für Session-Speicher, Nutzerprofile, Warenkörbe, IoT-Daten oder Ereignisprotokolle ist die Datenbank oft die einfachere und günstigere Lösung. Entscheidend ist, die Zugriffsmuster vorab sauber zu durchdenken – denn das Datenmodell wird in DynamoDB konsequent von der Art der Abfragen bestimmt.

Häufig gestellte Fragen zu Amazon DynamoDB

Im On-Demand-Modus zahlst du pro Lese- und Schreibanfrage sowie für den gespeicherten Datenumfang. Kleine bis mittlere Anwendungen bleiben oft im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobereich pro Monat. Bei gleichmäßiger Last kann der Provisioned-Modus günstiger sein.

RDS betreibt relationale SQL-Datenbanken mit festen Tabellenbeziehungen und mächtigen Abfragen. DynamoDB ist eine NoSQL-Datenbank mit flexiblem Schema, die auf konstante Geschwindigkeit und einfache Skalierung ausgelegt ist. RDS passt zu komplexen Abfragen, DynamoDB zu klaren, schnellen Zugriffsmustern.

DynamoDB eignet sich, wenn die Zugriffsmuster einfach und vorhersehbar sind, sehr große Datenmengen oder hohe Lastspitzen auftreten oder eine Serverless-Architektur mit AWS Lambda aufgebaut wird. Bei komplexen, verknüpften Abfragen ist eine relationale Datenbank die bessere Wahl.

Ja. DynamoDB repliziert Daten automatisch über mehrere Availability Zones und ist ohne zusätzliche Konfiguration hochverfügbar. Mit Global Tables lässt sich die Datenbank darüber hinaus über mehrere AWS-Regionen hinweg replizieren.

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2026